EZ made with Germany

SOB-Netzwerktreffen 2017

Der Struktur- und Ordnungspolitische Beratungsfonds zur Reformgestaltung präsentiert erste Erfahrungen und seine neue Netzwerkplattform in Berlin

Über 20 deutsche aktive und ehemalige Minister, Staatssekretär/innen, hochrangige Verwaltungsbeamt/innen und Expert/innen aus den Bundesländern haben am 11. September 2017 mit GIZ-Kolleg/innen an der zweiten Netzwerkveranstaltung des Struktur- und Ordnungspolitischen Beratungsfonds zur Reformgestaltung (SOB) in der Landesvertretung der Hansestadt Bremen in Berlin teilgenommen. Ziel der Veranstaltung und des SOB ist es, deutsche Praktiker, mit Ihren Erfahrungen in politischen Veränderungsprozessen, mit ihren Fachkollegen in Partnerländern zu vernetzen. Erste Pilotvorhaben, die an diesem Abend vorgestellt wurden, zeigen, wie erfolgversprechend dieser Ansatz – eigebunden in die langfristige Beratung der GIZ vor Ort – sein kann. Die Nachfrage der Partner nach einer „EZ Made with Germany“ ist groß: Für die Piloten hatten sich bereits 30 Vorhaben beworben.

Ulrike Hiller, Staatsrätin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit der Hansestadt Bremen begrüßte die Gäste. Sie hob das entwicklungspolitische Interesse und die langjährige Erfahrung der Hansestadt Bremen in diesem Politikfeld, nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit der GIZ hervor. Bremen, so Ulrike Hiller, steht für Weltoffenheit und Entwicklung und wird sich auch in Zukunft aktiv in Entwicklungszusammenarbeit einbringen.

Matthias Meis, Leiter des Referats für Strategische Planung und Steuerung des BMZ, unterstrich in einem Überblick über die Trends der EZ, dass Partner in den Partnerländern den deutschen Counterparts auf Augenhöhe begegnen.  Die Agenda 2030 baut auf diesem Prinzip auf. Hier, so Meis, leistet der SOB mit dem Ansatz einer „EZ Made with Germany“ einen wesentlichen Beitrag.

Dr. David Nguyen-Thanh, Leiter des Kompetenzcenters Öffentliche Finanzen und Verwaltung der GIZ, hob in seinem Überblick über die Arbeit der GIZ und allgemeine Anforderungen an externe Berater vier Anforderungen hervor: Fachkompetenz, Beratungskompetenz, Sprachkompetenz sowie interkulturelle Kompetenz. Darüber hinaus sollten die Berater die Arbeitsweise der GIZ einschließlich des Capacity Development kennen. Hierzu wird der SOB für seine deutschen Partner Anfang nächsten Jahres eine Fortbildung anbieten.

Burkhard Vielhaber, von Vielhaber und Geilen Partnerschaft, stellte die offizielle Webseite des SOB vor. Diese Seite wird wöchentlich aktualisiert und soll als Informationsplattform und später auch als Austauschplattform dienen. Eine englische Fassung ist in Vorbereitung, eine spanische geplant.

Karen Losse, die Leiterin des SOB, führte durch den Abend und konstatierte am Ende: „wir haben heute ein kleines Etappenziel erreicht, indem wir unsere Netzwerkpartner einmal mehr zusammen geholt haben, ihnen einen Einblick in Fortschritte des SOB, aber auch in die Deutsche EZ im Allgemeinen und die konkrete Arbeit der GIZ „beyond“ SOB gegeben haben. Die Diskussionsbeiträge und Rückmeldungen der zum Teil hochrangigen Teilehmer/innen sind für uns sehr wertvoll und werden unsere Arbeit im kommenden Jahr prägen.“

Der SOB wird in den nächsten Monaten das  Netzwerk ehemaliger und aktiver politischer Entscheidungsträger/innen und Verwaltungsbeamt/innen weiter ausbauen, Schulungen anbieten und möglichst passgenau auf Anfrage der GIZ Kollegen und Partner zur Unterstützung von Reformvorhaben in ausgewählten Partnerländern vermitteln.

Anne Wirtz, Projektleiterin in Serbien, sagte im Anschluss: „Die Veranstaltung kam wie gerufen. Ich suche gerade einen Berater für ein Projekt, der Fachkompetenz und etwas frischen Wind von außen einbringen kann und ich bin hier fündig geworden.“

Impressionen vom SOB-Netzwerktreffen 2017