Das Projekt

Was bisher geschah

Reformerfahrungen in Deutschland als Basis für Ansätze einer Entwicklungszusammenarbeit „Made in Germany“

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt struktur- und ordnungspolitisch über langjährige erfolgreiche Reformerfahrungen, insbesondere mit Blick auf das föderale System, die politische Teilhabe und innerstaatliche Rechenschaftspflicht, die Steuerverwaltung, die öffentlichen Finanzen sowie eine sozial wie ökologisch ausgerichtete Wirtschaftspolitik.

Viele Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) arbeiten zurzeit an grundlegenden Reformen ihrer Verwaltungs- und Wirtschaftssysteme. Relevante struktur- und ordnungspolitische Ansätze Deutschlands können daher viel zur Gestaltung von Reforminitiativen in diesen Ländern beitragen. Dort besteht ein hohes Interesse, diese Ansätze „Made in Germany“ zu analysieren, sie mit eigenen Systemen und Reformideen abzugleichen und zu prüfen, welche Elemente, Herangehensweisen und Erfahrungen relevant sein könnten.

Wo wir stehen

Bereitstellung von deutschem Erfahrungswissen für die Gestaltung von Reforminitiativen und einen Diskurs auf Augenhöhe

Der Struktur- und Ordnungspolitische Beratungsfonds zur Reformgestaltung (SOB) stellt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Partnerländern dieses deutsche Erfahrungswissen für die Gestaltung von Reforminitiativen zur Verfügung. Struktur- und ordnungspolitische Ansätze und Reformerfahrungen Deutschlands in den Bereichen Dezentralisierung, politische Teilhabe, öffentliche Finanzen und (grüne) Wirtschaftspolitik werden von Praktikern in Deutschland für Praktiker in den Partnerländern aufbereitet, ihnen näher gebracht und kritisch reflektiert. Dabei bestimmen die Partner, welche Themen, Herangehensweisen und Erfahrungen sie relevant für ihre eigenen Transformationsprozesse erachten. Wichtig ist dabei ein Diskurs auf Augenhöhe.

Unser Leistungsangebot sorgt für auf die jeweiligen Partnerwünsche abgestimmte Formate und Instrumente des Erfahrungsaustausches, Wissenstransfers und gegenseitigen Lernens.

Unser Expertennetzwerk hilft dabei, die „richtigen“ Wissensträger/-innen aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Forschung, dem Privatsektor, Medien und der Zivilgesellschaft zu identifizieren.

Wo wir hin wollen

Partner in den Pilotländern in ihren Reformvorhaben unterstützen, Experten und Öffentlichkeit in Deutschland sensibilisieren

Im Kontext der Agenda 2030 spielen gegenseitiges Lernen und Wissenstransfer eine wesentliche Rolle: Der Austausch von Wissen, Erfahrungen und Know-how ist eine Voraussetzung für die Verbesserung von Umsetzungskapazitäten, für nachhaltige Entwicklung und letztendlich für die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030. Der SOB möchte einerseits seine Partner in den Pilotländern dabei unterstützen, ihre Reformvorhaben erfolgreicher umzusetzen, andererseits aber auch Experten und Organisationen in Deutschland für ein globales Denken im lokalen Handeln sensibilisieren und der deutschen Öffentlichkeit eine EZ „Made in Germany“ näher bringen.