Das Netzwerk

Vertrauen aufbauen, voneinander lernen, international agieren

Unser Netzwerk ist offen und dynamisch. Netzwerkpartner sind Leistungsträger/innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft in Deutschland und den Partnerländern. Es setzt sich aus aktiven und ehemaligen politischen Entscheidungsträger/-innen und Verwaltungsangestellten und hochrangigen Expert/-innen mit Praxiserfahrung zusammen. Der Aufbau neuer und die Nutzung bestehender Verwaltungspartnerschaften auf Ebene des Bundes, der deutschen Bundesländer und Kommunalverwaltungen ist ein zentraler Bestandteil des SOB.  

Die verstärkte Kooperation zwischen Leistungs- und Entscheidungsträgern/-innen aus Deutschland und den Partnerländern stärkt Letztere in ihrer Fähigkeit, Reformkonzepte in den Partnerländern zu entwickeln und umzusetzen. Die Begleitung und Beratung in Reformprozessen erfolgt über den Einsatz der deutschen Netzwerkpartner als Kurzzeitexpert/-innen vor Ort, diverse Aus- und Fortbildungsmaßnahmen in Deutschland und durch Verwaltungspartnerschaften. Deutsche Netzwerkpartner erhalten durch den Austausch wertvolle Einblicke in die internationale Zusammenarbeit und Reformprozesse in anderen Ländern, sammeln internationale Erfahrungen und reflektieren ihre eigenen Organisationen und Prozesse, indem sie ihre persönlichen Erfahrungen in der Umsetzung von Reformen und Veränderungsprozessen hier bei uns in Deutschland in anderen Ländern einbringen.

Die Auswahl der Umsetzungspartner in Deutschland berücksichtigt folgende Kriterien:

  • Erfahrung mit struktur- und ordnungspolitischen Ansätzen Deutschlands in den Bereichen Dezentralisierung und kommunale Selbstverwaltung, Förderung politischer Teilhabe und innerstaatlicher Rechenschaftspflicht, öffentliches Finanzmanagement und Wirtschaftspolitik und anderen Bereichen, an denen Leistungsträger/-innen aus Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit explizites Interesse für die eigene Reformgestaltung haben;
  • die Bereitschaft, sich auf Fremdes einzulassen
  • entsprechende Sprachkenntnisse
  • Die grundsätzliche Bereitschaft auf Leitungsebene, sich in die EZ/IZ einzubringen und sich aktiv (z.B. durch Personalfreistellung) an Austausch- und Beratungsformaten zu beteiligen und diese mitzugestalten.

Die Auswahl der Partner in den Partnerländern berücksichtigt folgende Elemente:

  • Beteiligung an der Gestaltung von Reform- und Transformationsprozessen in diesen Ländern;
  • ausdrückliches Interesse an einer spezifischen deutschen Systemerrungenschaft (z.B. Dezentralisierung) und an einer Kooperation mit Deutschland;
  • Bereitschaft, sich aktiv (z.B. durch Personalfreistellung) an Austausch- und Beratungsformaten zu beteiligen und diese mitzugestalten.

Durch eine Reihe von gemeinsamen Konferenzen, Workshops und Arbeitssitzungen werden die identifizierten Wissensträger/-innen aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Forschung, dem Privatsektor, Medien und der Zivilgesellschaft aus Deutschland mit ihren Counterparts aus Partnerländern und Experten/-innen der deutschen EZ zusammengebracht. Durch diese Austauschformate findet Wissenstransfer, ein gegenseitiges Lernen, aber auch eine Sensibilisierung von Akteuren und Organisationen in Deutschland sowie der deutschen Öffentlichkeit für eine „EZ Made in Germany statt“. Dabei arbeiten wir kontinuierlich und eng mit bilateralen Programmen der Deutschen EZ zusammen.

Alle aus dem SOB finanzierten Beratungseinsätze finden auf Nachfrage der Partner vor Ort innerhalb bilateraler Vorhaben statt und ergänzen diese um die die spezifisch deutsche Erfahrung. Aufbauend auf den vom Fonds finanzierten Kurzzeiteinsätzen deutscher Experten führen die bilateralen Vorhaben die Fach- und Strategieberatung der Entscheidungsträger/-innen einzelner nationaler Institutionen bei der Entwicklung und Implementierung von Reformagenden fort. Sie greifen die Beratungsmaßnahmen auf und beraten die langfristige Umsetzung, ggf. unter Nutzung von aus dem Fonds finanzierten intermittierenden Einsätzen. Das Vorhaben arbeitet so wiederum Ergebnisse und Entwicklungen auf und dokumentiert diese.

Durch die Netzwerkbildung und Kommunikation stärken wir das Vertrauen zwischen den beteiligten Akteuren, sowohl innerhalb eines Partnerlandes, als auch zwischen Partnerland und deutschen Institutionen. Durch Studienreisen, Seminare in Deutschland und im jeweiligen Partnerland sowie im Rahmen von Dialogforen wird Reformbereitschaft aufgebaut, Kooperationen werden gefördert und Kompetenzen in den öffentlichen Institutionen gleichermaßen weiterentwickelt.